Notizen von der CES 2018

Ballon mit CES-Logo vor blauem Himmel

Drei Themen waren auf der CES 2018 besonders präsent: Das Internet of Things-Konzept wird noch weiterentwickelt, sodass man Connected Everything sagen könnte: Vernetzt wird alles, was denkbar ist, vom Auto bis zum Kühlschrank, vom WC bis zum Weinkeller, vom Hochregallager bis zur Mess-Station. Sprachsteuerung wird ebenfalls immer wichtiger und könnte das Standard-User Interface schlechthin werden. Autonomes Fahren wird intensiv getestet – und wird in ein, zwei Jahren Normalität, nicht nur mit Autos für 2-5 Personen, sondern auch für Lieferwagen und Kleinbusse.

Internet of Things / Connected Everything

Vernetzt wird alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Sowohl Haushaltsgeräte-Hersteller wie die einschlägigen Sprachsteuerungs-Anbieter haben auf der CES ganze Ökosysteme im Wohnhaus skizziert – teils mit Sprachsteuerung auf Menschenbefehl, teils von den Systemen eigeninitiativ betrieben, auf jeden Fall miteinander in einem einzigen System verbunden. Unklar ist die Frage, welches System sich durchsetzt bzw. mit wie vielen Systemen der verschiedenen Hersteller es die Nutzer am Ende zu tun haben. Apple hat es zwar geschafft, ein geschlossenes System aufzubauen, in dem die Nutzer sich Produkte nutzen, es ist aber unrealistisch, sich solche Systeme auch für Haushaltsgeräte aller Art vorzustellen. Klar ist jedenfalls der Trend, dass ein elektrisches Gerät ohne Vernetzungsmöglichkeit mittelfristig ungewöhnlich wirkt.

Beispiel für die Vernetzung im Haus: Von der Gegensprechanlage bis zum Alarmknopf alles in einem System

Babykamera und App-Screenshot

Babyphone enhanced: Kamera über dem Kinderbett, Bewegungs-Tracker und die Option, per App Licht und Baby-Show (Musik und Tier-Mobile) zu steuern

Weinflaschen in Regal mit Leucht-Kennzeichnung

Vor der Ablage im Keller wird der Wein gescannt – später meldet sich das Regal per App, sobald der Wein die Trinkreife erreicht hat

Personenwaage, Badezimmerspiegel - alles vernetzt
Unten die Personenwaage, nicht im Bild: das WC (Urinwerte-Sensor), der Haut-Tester usw. – alle sind in diesem Szenario vernetzt und zeigen Fitness- und Gesundheitswerte auf dem Badezimmerspiegel an.

Sprachsteuerung

Google Assistant und Amazon Alexa waren auf der CES omnipräsent.  Google hat sehr geklotzt, mit großem Zelt, Google Assistant Show und zahlreichen jahrmarktartigen Verlosungsständen überall auf der Messe. Das fällt besonders auf, weil Google sich auf der CES eher zurückgehalten hat. Amazon Alexa kam im Vergleich bescheidener daher, was die eigene Präsenz anging. Ebenfalls mit einer Demonstration, was man zuhause mit Alexa alles steuern kann, aber deutlich kleiner und gemütlicher in einem Wohnwagen. Alexa hat in Sachen Marktanteile  (die Rede ist von 70%) die Nase vorn und musste sich also gar nicht selbst in den Vordergrund drängen. An gefühlt  jedem zweiten Stand auf der CES wurden Produkte u.a. damit beworben, dass sie Alexa integriert hatten. Besonders betont hat Amazon eine Partnerschaft mit Intel, HP , Acer u.a. Hardware-Herstellern: Alexa steckt jetzt auch im PC. HP bietet sogar einen Desktop-PC an, der eher wie ein Echo-Gerät von Amazon als nach PC aussieht: Kompakt, mit grauem Stoff bezogen, mit Mikro und Lautsprecher und Alexa-Funktionalität. Auf PCs kann Alexa mit Cortana von Microsoft friedlich koexistieren, das System soll immer weiter entwickelt und smarter werden.

 

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Amazon Alexa-Präsentation im Wohnwagen: hier PCs und Notebooks, die jetzt auch mit Alexa arbeiten

Auch Googles Sprachassistent verspricht weitere Entwicklungen und Möglichkeiten – etwas seltener, aber doch häufig in Fernsehern, Backöfen usw. auf der CES bereits installiert und beworben.

Samsungs Alternative Bixby wird es schwerer haben: Offenbar will es bislang niemand außer Samsung selbst auf die Geräte bringen. Der Name Bixby fiel jedenfalls nur an Samsung-Ständen. Aber angesichts der starken Marktposition von Samsung ist das Rennen noch nicht verloren.  Bixby setzt voll auf das Smartphone als Zentrum der Bixby -Welt – und im Gegensatz zu Amazon darauf, dass keine zusätzlichen Skills oder Apps entwickelt werden, sondern der Service lernt, welche Wünsche der jeweilige Nutzer hat. Quasi Routinen auf Basis von Bookmarks und Wiederholungen.

Google-Präsenz auf der CES: Hey Google, The GalleryKlimaanlage mit Mini-Bildschirm und Anzeige: I'm listeningPräsentator vor Fernsehgerät spricht in die TV-Fernbedienung

Google-Auftritt, sprachgesteuerte Klimaanlage, sprachgesteuerter Fernseher (der Präsentator spricht in die TV-Fernbedienung)

Lesetipp: Sprachassistenten sind überall – Zusammenfassung im Handelsblatt

Autonomes Fahren

Die fahrerlosen Autos kommen – vermutlich schon bald, spätestens 2020. Jedenfalls sind das die erklärten Pläne diverser Hersteller – die etablierten Autohersteller sind sehr weit vorn dabei, aber auch andere Firmen entwickeln mit (etwa Screen- oder Chip-Hersteller). Gezeigt wurden auf der CES Prototypen von Fahrzeugen in unterschiedlicher Größe – vom Smart bis zum Lieferwagen oder Kleinbus (je nach Innenausstattung). Dazu gab es Konzepte für den Innenausbau der fahrerlosen Fahrzeuge – die Reisenden wollen und sollen die gewonnene Zeit z.B. mit Videokonferenzen, Spielfilmen oder dem Sortieren der Urlaubsfotos verbringen.

Modell eines selbstfahrenden Marktwagens mit Obst in Display-Regal im Innenraum

Toyota hat für 2020 den e-palette angekündigt – ein divers nutzbares Gefährt, kann Bus oder Lieferwagen sein; im Bild darunter ein in Kalifornien im Test befindlicher fahrerloser Marktwagen. Das Obst ist allerdings eigentlich Fake wegen der schöneren Optik: Im richtigen Leben werden abgepackte Waren im Wagen angeboten, die per RFID bei der Entnahme erkannt und abgerechnet werden.

Den zweisitzigen Smart gab es schon als lenkradfreie, weil selbstfahrende Version zu sehen:

Blick in Smart-Fahrzeug ohne Lenkrad


Intel versuchte, mit einem gläsernen Auto zu zeigen, wo überall Sensoren und Kameras an selbstfahrenden Autos eingebaut werden (hier alle leuchtenden Elemente im Modell)


Studie zur Gestaltung des Innenraums eines selbstfahrenden Autos – Wände und Decke sind Monitore für unterschiedliche Anwendungen

VR u. AR

Weiter präsent und beliebt (lange Schlangen an manchen Ständen) aber schon nicht mehr der ganz heiße Scheiß sind VR- und AR-Brillen. Letztere holen auf, haben aber noch nicht sehr viele interessante Anwendungen zu bieten. Die Zahl der Brillen-Modelle nimmt zu, es gibt Zubehör, etwa um bei Games präziser agieren (z.B. greifen) zu können. Insbesondere für Sport-Events gibt es mehrere Initiativen, um für VR-Brillen von Olympia oder anderen Sport-Events Live-Streams zu übertragen. Dann kommt das Bild nicht unbedingt in 360°, teils auch nur in 180° (also nur vor dem Betrachter, nicht rundum), dennoch eindrucksvoll, weil man mit der Navigation innerhalb der Brille aus verschiedenen Perspektiven auswählen kann (Showcases z.B. in der App Intel True VR im Oculus Store).


Handschuhe und damit vernetzte Sensoren zum Aufkleben auf die VR-Brille zum präziseren Agieren in der Virtuellen Realität

Frau mit VR-Brille

Ein Beispiel von vielen: Auch Huawei bietet eine eigene VR-Brille an

AR-Brille neben Notebook

Brille mit AR-Projektion in der Brille, mit Kamera zum Aufnehmen von Fotos oder Videos und mit integrierter Amazon Alexa-Sprachsteuerung

Mann mit AR-Brille

Relativ leichte AR-Brille, die allerdings ein iPhone benötigt – bemerkenswert der Preis: Die Brille kostet nur ca. 100 Dollar

Frau mit 360°-Kamera um den Hals und Smartphone in der Hand

360°-Kamera mal anders: an einem Bügel um den Hals getragen. Schön: Hände sind frei, nicht schön: Eigentlich nur für Menschen mit Glatze zu empfehlen, sonst sind auf dem Video irgendwo immer Haare zu sehen.

 

AI – Künstliche Intelligenz

AI  (deutsch: KI) wurde mehrfach genannt oder präsenteirt, allerdings ergab das noch keinen wirklich großen Trend (jedenfalls nicht auf der CES). Am meisten präsentiert hat der Chip-Hersteller Intel zu dem Thema – sehr unterschiedliche Beispiele, meist in Kooperation mit anderen Firmen.

Intel Saffron nutzt Künstliche Intelligenz, um Entscheidungen auf Basis der Auswertung von Big Data zu treffen. So nutzen mehrere Banken seit Herbst 2017 das System, um Muster zu erkennen, die auf Finanz-Kriminalität hinweisen könnten.

Intelligente Drohnen (Telko -Drohnen) nutzen AI als zusätzliches Stabilisierungs-Element, um auch ohne GPS stabil zu fliegen.

AI Realtime Facial Effects ermöglichen Echtzeit-Video-Effekte auf Gesichtern. Im Unterschied zu Filtern wie bei Snapchat oder Instagram sind die Effekte präzise auf das Gesicht gelegt, folgen den Kopfbewegungen geschmeidig und benötigen keine bestimmte Kameraeinstellung. Alles wird in Echtzeit erzeugt, nicht erst in der Post-Production. Ein Beispiel hier im YouTube-Video mit einem chinesischen Popstar:

Ferrari hat eine Partnerschaft mit Intel geschlossen – AI-gesteuerte Drohnen verfolgen die einzelnen Fahrer, um das Fahrverhalten zu analysieren und einige der gewonnenen Daten auch per Fernseh-Übertragung anzuzeigen (Follow your driver); produktiv sein soll das ab März 2018. Kurzer Bericht dazu bei Engadget

IBM Watson will Firmen mit Künstlicher Intelligenz helfen, ihre unzusammenhängend erfassten Daten zu strukturieren und zu nutzen (ist aber nicht neu, gibt es bereits seit einigen Jahren)

Roboter

Sie waren auf der CES so omnipräsent, dass es schon genervt hat: Roboter. Meist eher Spielzeug als nützliches Gerät, dazu recht teuer in der Anschaffung. Sonys Robo-Hund Aibo etwa soll 1500 – 2000 Dollar kosten. Er ist zweifellos niedlich, reagiert auf Streicheln und Kraulen, ist aber doch nur ein Roboter-Spielzeug. (Jörg Schieb hat sich in Digitalistan darüber bereits ereifert).

Homebot, Staubsensor und Staubsauger als Team-Player

LG nennt seinen Roboter ‚Homebot‘ – in diesem Beispiel ist der Homebot eine Art Reinigungs-Aufsicht. Meldet der Staub-Sensor links zu viel Dreck, schickt der Homebot den Staubsauger (hinten im Bild) los.Roboter mit Sensoren zur Überprüfung der Luftqualität

Dieser Roboter soll durch Bürogebäude fahren und prüfen, ob die Umgebung für Menschen in Ordnung ist, was Temperatur, Feuchtigkeit, Staub oder andere Stoffe in der Luft angeht.

Häufiger zu sehen: Roboter, die Kinder ansprechen sollen. Sie singen Lieder, reagieren auf Berührungen, können teilweise programmiert werden (Coding-Kurse für Kinder), haben also immer Kameras, Mikrofone, Lautsprecher, kombiniert mit mehr oder weniger süßen Gesichtern (immer große Augen) und unterschiedlich ausgeprägten motorischen Fähigkeiten. Diese Eulen-Roboter aus China haben in der Präsentation fortwährend in durchdringend hohem Ton gesungen. Nervig eben.

 

Merke: Roboter müssen weiß sein. Vielleicht wirken sie sonst bedrohlich. Oder schmutzig. Oder alt. Oder was auch immer.

Fernseher sind auch nur Bildschirme

Gezeigt wurden viele tolle Monitore – u.a. als Fernseher nutzbar, aber längst nicht mehr vorwiegend – in riesengroß, superdünn, superscharf, aufrollbar, mit Lautsprecher-Funktion oder oder oder. Aus dem klassischen Fernseh-Programm wurden nur Sport-Sendungen gezeigt. Nachrichten, Shows, Kinder-Programm? Auf der CES nicht zu sehen.

Statt dessen: Spielfilme, gern via Sprachsteuerung ausgewählt:

Fernseher im Ruhezustand als Ölbild incl. Rahmen:

Die Bildqualität steigt und steigt, 4K, 8K – die Monitore können immer mehr, benötigen aber dafür auch entsprechend hochwertige Bildquellen.

Monitor-Installation mit Wasserfällen

Zwei Männer betrachten Bildschirm, auf dem das YouTube-Logo zu sehen ist

Typische Präsentation: Wichtig ist, ob YouTube auf dem Bildschirm gut aussieht…

Lesetipp: Der Fernseher ist ein Gadget ist ein Fernseher – treffende Analyse von Wired

Und dann war da noch…

… 5G steht vor der Tür – der neue nochmal deutlich schnellere (im Vergleich zu 4G) Mobildatenübertragungsstandard soll die vielen Vernetzungen und selbstfahrenden Autos letztlich erst möglich machen. Genannt wurde das System mehrfach, die Versuche, es zu visualisieren, waren hübsch, aber mehr auch nicht. Hier der 5G-Tunnel am Intel-Stand:

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… Beschäftigungs-Elektronik für Haustiere (Sonderfall im IoT)

Elektronisches Hunde-Spielzeug neben Tracking-Auswertung auf Tablet

Elektronisches Hunde-Spielzeug neben Notebook

… der elektronische Wein-Belüfter

Elektronischer Weinbelüfter auf Weinflasche

… ein 3D-Gesichts-Scan-Kamera-Aufsatz für Smartphones oder Tablets

3D-Aufnahme eines Gesichts auf Tablet

… ein Fotodrucker für Fingernägel

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(Sorry, leider unscharf – zu sehen ist: Ein weißer Hund mit Weihnachtsmütze als Fotodruck auf den Mittelfingernagel seines Herrchens übertragen…)

Deutsche Firmen waren auf der CES zwar vertreten, aber eher unauffällig. Der auffälligste Stand war interessanterweise der von BMW – mit einem analogen Angebot. Auf dem Außengelände konnten Besucher bei Profi-Fahrern einige Achten driftend mitfahren – ein absoluter Publikums-Magnet. Rund 360 Hinterreifen wurden im Laufe der CES verdriftet – über dem Parcours hing ständig ein Gumminebel. Tolle Marketing-Idee, aber für digitale Expertise made in Germany steht das leider nicht.

 Zuschauer beobachten driftende Fahrzeuge von BMW auf der CES

 

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#hsdsnaptag oder auch: Notizen von der Snapchat-Tagung der Hochschule Düsseldorf 19.Jan. 2017  

Wie Marken Snapchat nutzen können

Oguz Yilmaz/whylder: Best Practices 

Yilmaz erzählt am Beispiel Fynn Kliemann (fimbim), was er für Snapchat-Accounts wichtig findet – persönlich und unzensiert agieren

Schnelligkeit ist auf Snapchat logische Konsequenz und Stilmittel

Vortrag etwas inhaltsarm, gleichwohl sympathisch

Christian Geiger, Prof. Für Mixed Reality und Visualisierung: AR mit Snapchat und Co., technische Möglichkeiten heute und in der Zukunft 

Zukunft Mensch-Technik-Interaktion: No more wimps

Interessantes Detail: Kleine Nasendarstellung im Display v. VR-Anwendungen kann gegen Übelkeit helfen, weil wir ja auch sonst ein wenig unsere Nase sehen.

Ansonsten wenig mitzunehmen: AR gibt es schon länger, entwickelt sich weiter. Tja.

Wie snappt Deutschland?

Umfrage zu Nutzung von Inhalten und Wahrnehmung von Werbung auf Snapchat (präsentiert von Studentinnen)

Umfrage via FB- Snapchatgruppen und Studenten-Gruppen, private Kontakte, Twitter verbreitet

November 2016, 1610 Teilnehmer (Snapchat Nutzer, Fragebogen komplett ausgefüllt)

71 % weiblich, 14-29 Jahre v.a. – Umfrage nicht repräsentativ, aber Hinweis auf vorwiegend weibliche Nutzer

Lukas Schneider/ whylder: Kreative Werbemöglichkeiten auf Snapchat

Werbeformen von  Facebook etc. funktionieren auf Snapchat nicht

Interaktion fördern, Snapchat ist v.a. Kamera-App

User zu Werbegesichtern machen

Snapcode nutzen, um User im echten Leben zu erreichen

 

User spielen lassen

Mini-Games in Snapchat integriert (Hochswipen, Snapchat App nicht verlassen)

Mark Lucht/Media Company Beyond Advertising: Kampagnen mit Social Influencern

Agentur nutzt Tools, um Influencer zu identifizieren 

Kontakt zu Netzwerken und Managern

Konzepte erstellen

Junge Zielgruppe v.a. auf Snapchat und Instagram

ca. 6 Mio. Snapchat Nutzer in Deutschland

Beispiel:Telekom –

hat junge Telekom-Produkte mit Influencer Julien Bam (Bam ist umgezogen und brauchte z.B. neuen Router, Telekom-Boy kam vorbei…) auf diversen SoM-Kanälen, v.a. auf Snapchat verkauft, einzelne SoM-Posts, 50 Snaps

Effekt: (nebenbei: Bam-Bild stammt aus 1Live-Fragenhagel, Quelle wurde nicht erwähnt..)

Beispiel Fanta –

Snapchat Kanal Fanta Deutschland

Wieder Julien Bam als Influencer, hat in Q4/2016 den Fanta-Snapchat Kanal übernommen; Gewinnspiel mit Aktion: Bam und Gewinner einen Tag im Europapark

Daniel Fiene: Snapchat und Social Media in RP-Digitalstrategie

Snapchat- das Tal der Tränen: App macht Spaß und Kummer zugleich

Listening Center in Redaktion

Instagram: meinduesseldorf – Nutzer bekommen Kanal und zeigen ihr Düsseldorf

Umfragen bei Snapchat- morgens Frage, abends 1:30 O-Töne für Radiosendung zusammen

rposnaps -RP-Snapchat-Channel

Sequentielles Erzählen geht nicht mehr weg, auch wenn es zukünftig mit anderen Apps/Tools als Snapchat verbreitet werden könnte

Experimente: Kulturredakteur fährt nach Bayreuth und snappt Reise, einen Tag vorher erst Snapchat erklärt bekommen

Claudia Gerhards: Storytelling in neuen Medienumgebungen- Learnings aus Medienwissenschaften 

Neue Medienumgebungen werden in zwei Phasen angenommen

Gerhards sagt: Snapchat ist noch in der ersten Phase, Snapper machen vorwiegend Follow-me-arounds, entwickelt auf YouTube, auch Unboxings, Takeovers

Traditionelle Medienmarken übernehmen vertraute Schemata

Was sind Snapchat-spezifische Gestaltungselemente?

Lenses, Bitmojis, Geofilter, Captions

Rückgriff ist nicht schlimm, das hilft allen, sich zurechtzufinden

Aber: experimentieren!

Eva Schulz: Do’s and Don’ts für journalistisches Storytelling auf Snapchat

1. Fremdsprache HTML, 2. Englisch 😀

Hochkant – Informationen für 15-19-Jährige

Kollegen-Feedback:

Eva ist begeistert:

Noch keine Algorithmen, noch keine Viralität, noch kein Chef-Druck

Super Bedingungen für junge Journalisten

Don’t:

Zu viele Selfies, wenn man nicht prominent ist

Labern: besser nur ein Gedanke, ein Aspekt, ein Argument pro Snap

Aufwand nicht unterschätzen

Do: 

Rausgehen, User mitnehmen

Eine Geschichte erzählen  (Storyline entwickeln, fesselnd anfangen, Ende vorbereiten, vorbereitet sein, auch alles über den Haufen werfen können)

Visuell denken und Elemente mixen (abwechslungsreiche Gestaltung)

Snaps beschriften  (wichtigstes Stilelement)

Spielen und Experimentieren  (am allerwichtigsten)

Follower einbinden  (Calls to Action, Zielgruppe besser kennenlernen)

Eva Schulz ist eine extrem gute Botschafterin und Motivatorin für Snapchat (und für funk, hochkant und die Öffentlich-Rechtlichen)

Manuel Lorenz: hellobild – Wie Bild auf Snapchat informiert und  (sich) unterhält

Snapchat-Stories funktionieren nur in der App, sollte man nicht auf FB, YouTube usw. stellen

Sachorjetzt: Abschlussprojekt der Springervolos über den Holocaust, jeder Snap mit WhatsApp an Redaktion zur Abnahme geschickt, das kostet sehr viel Zeit; Case wird gerade zusammengefasst

5 Arten Inhalt für Bild: Snapchat-Reportagen, klassische News, Behind the Scenes, Takeovers, UGC rückgespielt in Kanal

Infografiken werden überdurchschnittlich oft gescreenshottet

Community sehr wichtig, im Unterschied zu Instagram Stories

Lorenz seeeehr smart, erzählt aber (deshalb?) dennoch sehr offen über seine Arbeit.